Erwartungen und Wünsche der Jugendlichen an die Eltern

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Höke (2000) empfiehlt den Lehrkräften zur Vorbereitung von Elternabenden Mädchen und Jungen der Jahrgangsstufe 9 aufschreiben zu lassen, welche Ansprüche, Erwartungen, Wünsche, Hoffnungen und sie an ihre Eltern haben. Wendet man diese Methode an, so wird deutlich, mit welchen hohen und weitreichenden Erwartungen die Jugendlichen ihre Eltern konfrontieren. Die 15-jährigen Mädchen und Jungen

„… wollen nicht gelenkt und beeinflusst, aber möglichst kompetent beraten, emotional gestützt und aufgefangen werden.“ Allerdings: :„In fast jeder Klasse gibt es ein bis zwei Jugendliche, die keine Erwartungen mehr an ihre Eltern haben. ‚Ich erwarte nichts. Meine Mutter meint, dass ich selber wissen muss, was ich werden will.“ (Höke 2000: 120)

Die folgenden Originalzitate machen deutlich, dass die meisten Jugendlichen doch noch im Kontakt mit ihren Eltern stehen und ganz konkrete Erwartungen äußern:

  • ‚Ich wünsche mir, dass sie mich bei der Berufswahl unterstützen, mich beraten, was ich machen könnte. Wenn ich mal abgelehnt werde, sollen sie mich aufmuntern und weiter beraten.
  • Meine Eltern sollen nicht für mich die Entscheidung treffen, in welchen Beruf ich gehen soll. Sie sollen mich unterstützen und mir ein bisschen über den Beruf erzählen.
  • Ich wünsche mir, dass sie mich mit mir freuen und das so akzeptieren, wie es dann so kommt.“ (Boldt 2007b)

Die Jugendlichen konfrontieren die Eltern mit hohen Erwartungen. Mütter und Väter sollen sich in dem so genannten Berufedschungel auskennen, einzelne Berufe kennen und beschreiben können, gut zuhören und geduldig beraten können.

Literatur

Boldt, U.: Jungen stärken. Materialien zur Lebensplanung (nicht nur) für Jungen. Baltmannsweiler 2007b

Hoeke, Chr.: Wie Mutter und Vater Einfluss nehmen. Eltern und Berufsorientierung. In: Schüler. Wissen für Lehrer. Seelze 2000.

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