Welche Möglichkeiten haben Eltern, ihre Tochter zu unterstützen

Aus Girls'Day-ElternWiki

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Berufswahl – da kann ich meiner Tochter doch nicht richtig helfen...oder?

Doch, Sie können und Ihre Unterstützung ist auch gefragt. Das sagen Studien über die Rolle der Eltern im Berufswahlprozess. Das sagen Mädchen selbst, die ich informiere und berate. Dies ist sogar bei jungen Frauen noch so, die schon älter sind und studieren wollen; so habe ich es in den letzen 25 Jahren erfahren; als Berufsberaterin, Beraterin für Akademische Berufe und Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit.

Eltern spielen eine sehr wichtige Rolle bei der Berufswahl ihrer Kinder. Diese Rolle auszufüllen, ist nicht immer einfach. Viele Eltern fühlen sich aufgrund sich ständig wandelnder Berufsbilder und Arbeitsanforderungen, der Informationsflut und der Vielzahl der Möglichkeiten nicht kompetent, ihren Töchtern zu raten.

Dabei ist es gar nicht erforderlich, alles Wissen über Berufe und Wege nach dem Schulabschluss parat zu haben. Sie können alleine schon dadurch helfen, dass Sie den Prozess der Berufswahl begleiten, sich interessieren, reden, mitkommen, sich einlassen, dabei sind.

Das fängt schon früh an und mit ganz einfachen Dingen:

  • Nutzen Sie Alltagserfahrungen! Wenn Sie mit Ihrer Tochter unterwegs sind, beobachten Sie gemeinsam, was Menschen so arbeiten, wie das so aussieht. Was sieht Ihre Tochter? Wie gefällt ihr das, was dort gearbeitet wird? Was gefällt ihr daran, was nicht? So erfährt Ihre Tochter Einiges über Berufe, aber auch über sich selbst.
  • Ermutigen Sie, auch mädchenuntypische Tätigkeiten auszuüben! Geben Sie nicht nur das Bügeleisen, sondern auch die Bohrmaschine aus der Hand.

Dann: Nutzen Sie Informationsangebote!

  • Der jährlich am letzten Donnerstag im April stattfindende Girls`Day bietet viele Veranstaltungen. Ermutigen Sie Ihre Tochter, hier ernsthaft neue berufliche Erfahrungen zu sammeln.
  • Gehen Sie gemeinsam auf Messen und Börsen, von der Ausbildungsbörse bis zur Gewerbeschau und reden Sie über das Gesehene.
  • Die Berufsberater und Berufsberaterinnen der Agenturen für Arbeit bieten in der Schule oft mehrere Informationsveranstaltungen in der Klasse und auch Elternabende an – fragen Sie nach.
  • Die Berufsinformationszentren in Zusammenarbeit mit den Berufsberatern und Berufsberaterinnen sowie die Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agenturen für Arbeit bieten vielfältige Informationsangebote; beispielsweise:
    • Karrieremöglichkeiten in der Biotechnologie für Mädchen
    • Veranstaltungen zu einzelnen Berufsfeldern
    • „Was ich meiner Tochter raten würde“ – Seminar zur Berufsweg- und Lebenswegplanung für Mütter und Töchter
    • Start ins Studium: Mädchen und MINT-Berufe
    • Mädchen können alles werden
Schauen Sie im Veranstaltungskalender oder fragen Sie bei Ihrer Berufsberatung vor Ort nach.

Nutzen Sie die Selbstinformationseinrichtungen der örtlichen Agentur für Arbeit

  • Auch bevor die Schulklasse Ihrer Tochter das Berufsinformationszentrum (BiZ) oder das BiZmobil (mobiles Berufsinformationszentrum) besucht, können Sie gemeinsam mit Ihrem Kind dort Filme über Berufe ansehen, Informationen sammeln und spielerisch Selbsterkundung betreiben.
  • Ihre Recherche können Sie auch im Internet beginnen oder fortsetzen:Online-Portale der Bundesagentur für Arbeit


Berufsberatung

  • Ihre Tochter kann sich bei einem Berufsberater/ einer Berufsberaterin der Agentur für Arbeit bei der Berufswahl unterstützen lassen. Diese sind Experten in berufs- und studienkundlichen Fragen sowie erfahren in der Begleitung von Entscheidungsprozessen. Sie können bei der Strukturierung der Informationsflut helfen, Informationen geben, bei der Entscheidung helfen und bei der Stellensuche unterstützen. In der Regel bieten Berufsberater/ Berufsberaterinnen eine Sprechstunde für kurze Fragen an der Schule an. Ansonsten können Sie unter 01801-555111 (3,9ct/Minute) einen Termin zu einem ausführlichen Beratungsgespräch vereinbaren. Begleiten Sie Ihre Tochter, vier Ohren hören mehr als zwei. Machen Sie sich vorher gemeinsam bewusst, was ihre Tochter kann und will, greifen Sie dabei auf die Alltagserfahrungen und die gesammelten Informationen zurück. Schreiben Sie auf, was Sie wissen wollen. Bereiten Sie gemeinsam das Gespräch nach.

Es gibt viel, was Sie gemeinsam mit Ihrer Tochter in Sachen Berufswahl tun können. Und auch wenn Sie sich nicht in allen Bereichen kompetent fühlen: Sie sind für Ihre Tochter da und können sie unterstützen.

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