Zur Zukunftsplanung von Jugendlichen - Ein Einstieg

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Die Zeiten sind vorbei, in denen sich die Jugendlichen im Rahmen ihrer Schritte in die Ausbildung und das Berufsleben ausschließlich mit den Fragen „Welchen Beruf will ich erlernen?“ und “Was will ich werden?“ konzentriert haben. Mädchen wie Jungen beschäftigen sich zunehmend auch mit der Fragestellung „Wie will ich später leben?“. Der Erweiterte Arbeitsbegriff“, der neben dem Bereich der Erwerbsarbeit auch die Bereiche der Haus- und Familienarbeit aufgreift, stellt mittlerweile nicht nur die Grundlage von schulischen Berufs- und Lebensplanungskonzepten dar: die Mädchen und Jungen ziehen in ihre konkreten Berufswahlentscheidungen zunehmend auch Fragen aus dem Bereich der privaten Lebensplanung mit ein. Zugleich ist in den letzten Jahren immer wieder die Frage aufgeworfen worden, welche Personen und Institutionen die wichtigsten Ratgeber der Mädchen und Jungen bezüglich ihrer Berufs- und Lebensplanung darstellen. Deutlich geworden ist durch einige Untersuchungen, dass es immer noch die Eltern, die Mütter und die Väter sind, von denen die wichtigsten Ideen und Impulse gegeben werden. Die Eltern sind sich aber ihres Einflusses oftmals nicht bewusst. Lehrkräfte, MitarbeiterInnen der Bundesagentur für Arbeit und andere Ratgeber sind gut beraten, wenn sie in ihrer Beratungsarbeit mit den Eltern zusammen in einen gemeinsamen Austausch und Dialog treten können. Dies gilt insbesondere für die Frage, wie das Berufsspektrum beider Geschlechter (der Mädchen und der Jungen) erweitert und die Einstellungen (vor allem) der Jungen hinsichtlich der Haus- und Familienarbeit thematisiert und verändert werden können.


Im Folgenden werden die Rolle der Eltern bei der Berufswahl ihrer Kinder, sowie die Sichtweise der Jugendlichen und die sich verändernde Situation im Bereich der Erwerbsarbeit näher erläutert.